KHUENBURGER - RITTERSCHAFT ZU WERFEN

GESCHICHTE WERFEN


1077 Unser Werfen
Unter Erzbischof Gebhard, erfolgte die Errichtung bzw. der Ausbau der Festung Werfen, als Folge des Investiturstreites. In den urkundlichen Erwähnungen, wird von einem Ausbau der Festung gesprochen, was zu dem Schluss zwingt, dass bereits eine Befestigungsanlage bestanden hat. Diese Befestigungsanlage hatte jedoch mit dem heutigen Aussehen der Festung keine ähnlichkeiten. Die Anlage dürfte ein einfacher Holzbau gewesen sein.

1160 Zollstation Werfen
Die Zollstation Werfen bestätigte Erzbischof Eberhard der Erste in Laufen, dem Stift Admont viele namentlich angeführte Rechte und Besitzungen, darunter Gerichtsbarkeit und Vogtfreiheit im Admonttal sowie Mautfreiheit in den Städten und bei dem Zoll zu Werfen, womit Werfen erstmals als Zollstätte erwähnt wird!

1190-1242 Werfen wird Gerichtsort
Dies erfolgte im Schutze der erzbischöflichen Festung die planmäßige Errichtung des Marktes Werfen. Die Siedlungsform ist eine Straßenplatztype, die an den zur selben Zeit erbauten Markt Golling erinnert. Mit Errichtung dieses Siedlungsschwerpunktes wurde nicht nur von der Altpfarre St. Cyriak in Pfarrwerfen, sondern auch von dem alten Zentralort >>Hofen<< dem >>Hof im Pongau<<, zum Markt Werfen, der neue Mittelpunkt verlegt. In Werfen erhielten sowohl das Land als auch das Urbargericht ihren Sitz.



1190
1190 könnte diese in Werfen befindliche Säule (Lichtsäule) aufgestellt worden sein (?). Nach der Beschreibung von Johann Härrer, aus dem Jahren 1879 hatte die Säule mit laternenförmigen Aufsatz ein spitzes Blechdach mit Kugel und Kreuz. In den Laternenfenstern waren vier auf Blech gemalte Heiligenbilder eingelassen. Das zur Straßenseite zugekehrte Bild, trug die Beschriftung: >>M.P.O.Y.O.M.O.T.P.P.<< sowie >>M.C.X.C.<< Die letzte Zifferngruppe bedeutet die Jahreszahl 1190. Die Laterne hatte im 20. Jh. offene Fenster. In den 1990er Jahren, wurden von der Werfner Malerin Rosina Grömmer in die Laternenfesnter vier Bilder eingesetzt, die von ihr 2007 neuerlich restauriert wurden.

1242
Werfen als Stadt (oppidum) genannt. Erzbischof Eberhard der Zweite, erlaubt dem Stifte Raitenhaslach, zu Salzburg, Laufen, Tittmoning, Mühldorf und Werfen je ein von allen Abgaben und Steuerfreies Haus, samt Zubehör zu haben, ferner Salz und andere Waren zu Wasser und zu Land mautfrei durch diese Orte zu führen und dehnt diese Freiheit auch auf alle stiftischen Schiffe in Laufen aus. Werfen wird jedoch niemals Stadt. (Marktrecht 1332, Marktprivilegien 1425)

1309 Großbrand in Werfen
Ein Großbrand vernichtete den ganzen Ort, wobei auch die damilige Kapelle ein Opfer der Flammen wurde.

1332 Werfen wird ausdrücklich als Markt genannt
Erzbischof Friedrich der Dritte, verlieh am 7. Oktober 1332 auf Bitte des Pfarrers von St. Cyriak (Pfarrwerfen) Kuno von Teising, der mit seinen Pfarrleuten eine ewige Messe im Markt Werfen gestiftet hatte, zwei Lehensgüter. Eines in Blühnbach (Plümbach) bei Werfen und eines in Abtenau-Haslach. Die große Pestepidemie forderte ein Drittel der Bevölkerung, wodurch zahlreiche Dörfer und Bauernhöfe fast entvölkert wurden. Das führte dazu, dass der Bauernstand wieder zu einer geschätzten und gesuchten Arbeitskraft wurde.

1398
Erzbischof Gregor ordnete 1398 den Handel im Land des Erzstiftes zwischen dem Paß Lueg und dem Radstädter Tauern, indem er die einzelnen Markttage auf einander abstimmte.
Als Markttage wurde festgesetzt:
Werfen - Montag -/- Saalfelden - Dienstag -/- Mittersill - Mittwoch -/- St. Veit - Donnerstag -/- Radstadt - Samstag -/- Zell am See und Pinzgau - Sonntag

Den vier Märkten des Pongaues, Golling, Werfen, St. Johann und St. Veit, waren außerdem seit dem ausgehenden 14. Jahrhundert wiederholt bestätigte Marktprivilegien gemeinsam.

1399 Großbrand zerstört westliche Markthälfte
Friedrich, Pfarrer und Propst zu Werfen, bestätigte am 11. November, dass ihn die Gmein der Bürger und Landleute von Werfen in Gegenwart von Erzbischof Gregor, über die Rechtslage der gestifteten Messen in Kenntnis gesetzt haben. Das war erforderlich, weil die alten Dokumente durch eine Feuersbrunst verloren gingen. Er verpflichtete sich, weiterhin die Messen zu lesen. Vor dem 11. November 1399 wurde die westliche Markthälfte durch einen Großbrand zerstört.
Wortlaut, laut Hörmann Fritz - auf Anruf von Haas Herbert aus der zweiten Auflage der Chronik Werfen 2007 von Fritz Hörmann Verkauf am Gemeindeamt Werfen EUR 70,- pro Stück!!!